Kaltblutpferde
Kaltblüter werden neu entdeckt!
 

Kaltblutpferderassen

In der Tat gibt es eine beachtliche Vielfalt under den Kaltblutpferderassen.
Direkt zu den beliebten Kaltblutpferderassen
Man mag es vielleicht nicht denken, doch die Kaltblutpferde haben ihre Geschichte und Ihre Wurzeln. In der Kaltblutzucht gab es immer wieder neue Ansätze, um Pferde hervorzubringen, die ideal an die zu erledigende Arbeit angepasst waren. Für die einen sollte das Kaltblut besonders massig und stark sein, für die anderen waren es die leichten Kaltblutpferde, die ihre Arbeit mit Wendigkeit und Geschick unter Beweis stellen mussten. So ist es nicht verwunderlich, dass es heutzutage eine beachtliche Bandbreite an Kaltblutpferderassen gibt. Kaltblutpferde werden heute überwiegend als Freizeitpferd, als Kutschpferd und weiterhin, auch wenn seltener erwähnt, als Helfer in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt.

Beliebte Kaltblutpferderassen im Portrait

Shire Horse

Aus den englischen Shire kommend ist dieses Kaltblut eines der größten Pferde. Auch wenn das Zuchtziel in Größe und Gewicht heutzutage weit niedriger ist, hatte es Mitte des 19. Jahrhunderts der Wallach Sampson auf einem Stockmaß von über 2.10 Meter geschafft. Die starken, großen Pferde mit dem vorwiegend gutartigen Temperament wurden ursprünglich als Ritterpferd gezüchtet. Später fanden sie als Arbeitstier in der Landwirtschaft Verwendung und als Kutschpferd vor den Wagen der englischen Braumeister. Heutzutage finden die durchaus beliebten Shire Horses ihren Einsatz vor der Kutsche, als Arbeitspferd und als Freizeitpferd. Eine Kaltblutpferderasse, die gegenwärtig um die 170 cm groß wird und ein Gewicht von ungefähr 1200 kg auf die Waage bringt. Braune und Füchse überwiegen; selten gibt es Schimmel.

Shire Horse

Schwarzwälder Fuchs

Sehr beliebt unter den Kaltblutpferden ist der Schwarzwälder Fuchs. Er ist kein so großes Pferd, doch kräftig gebaut und bekannt durch seine unverkennbare Fuchsfarbe mit heller Mähne. Es ist ein tiefes nicht zu schweres Kaltblut, das durchaus elegant wirken kann. Der Schwarzwälder Fuchs hat einen räumenden Gang; sein Knochenbau, seine Muskeln, Sehnen und Gelenke sind sehr robust. Diese Rasse wird zur Arbeit und als Freizeitpferd eingesetzt. Mit ihrem guten Charakter schafft es der Schwarzwälder Fuchs mit Leichtigkeit unter die beliebtesten Kaltblutpferde. Mit einem Stockmaß von ungefähr 148 bis 160 cm und ein Gewicht von ca. 600–700 kg bleiben die Pferde wendig und sind doch kraftvoll.

Schwarzwälder Fuchs

Noriker

Hier sprechen wir von einer sehr legendären Kaltblutpferderasse. Vor rund 2000 Jahren wurden sie als Legionärspferd in der römischen Provinz Noricum angesiedelt. Seit mehr als 200 Jahren wird der Noriker rein gezüchtet. Er hat korrekte Gänge, ein außergewöhnlich guten Schritt und einen gut sitzbaren Trab, ist ausdauernd und in den österreichischen und bayerischen Alpengebieten sehr gefragt. Man spricht auch von einem genügsamen Gebirgskaltblut mit viel Ausdauer. Der Noriker ist in seiner Farbgebung sehr vielfältig: neben Rappen, Braunen und Füchsen sind Mohrenköpfe, Tiger und Plattschecken vertreten. Mit einem Stockmaß von bis zu 165 Zentimetern ist der Noriker ein mittelgroßes Kaltblutpferd.

Noriker

Belgier

Der Belgier, heute auch im Guinnessbuch der Rekorde zu finden, kann seinen Ursprung ebenso bis auf die Römerzeit zurückführen. Man kann den Belgier auch als kräftigsten lebendigen Traktor auf unserer Erde bezeichnen. Der Belgier als Kaltblutpferderasse hat ein Zuchtziel mit einer Größe von um die 170cm. Sein Gewicht ist vergleichbar mit dem eines Shire Horse. Belgier sind überwiegend leichtfuttrig, gutartig und haben einen ausgezeichneten Trab. Braunschimmel sind überwiegend vertreten. Seine Kraft macht dieses große Pferd zu einem Kaltblut für den schweren Zug.

Belgier

Clydesdale

Sicher eine der anmutigsten Kaltblutpferderassen. Sie erinnern an das Shire Horse und gehören mit ihrer Größe von 165 bis 175 zu den großen Pferden unter den Kaltblütern. Seine Heimat ist das Clyde-Tal in Schottland. Typisch für den Clydesdale ist der füllige Beinbehang, der energische Schritt und seine Ausdauer. Es gibt vorwiegend Braune und Rappen. Weiterhin ist auch diese Kaltblutpferderasse weitgehend gutmütig, gelassen und lernwillig.

Clydesdale

Bretone

Wie es sein Name schon andeutet – diese Kaltblutpferderasse stammt aus der Bretagne. Schon die Kelten kannten die Vorzüge dieser Pferderasse insbesondere als Zug- und Wagenpferd. Heutzutage gewinnt der Bretone als Freizeitpferd an Beliebtheit. Es gibt drei unterschiedliche Rassetypen: Trait, Petit Trait und Postier Breton. Der Trait Breton ist der kräftigste und mit 160 cm auch der größte Vertreter unter ihnen. Petit Trait bzw. Postier Breton sind eher leichte Kaltblutrassen mit einem Stockmaß um die 150 cm.

Bretone

Percheron

Nochmal ein Franzose unter den Kaltblutpferden. Diese Rasse ist vom arabischen Blut geprägt und damit eine der lebhafteren Kaltblutpfererassen. Das muss jedoch nicht heißen, dass diese Rasse schwer im Umgang ist. Sie sind als gutmütige, fleißige Arbeitspferde bekannt. Ihren eleganten Kopf haben Sie dem Araber zu verdanken. Sie werden auch oft zur Veredelung anderer Kaltblutpferderassen eingesetzt. Rappen und Schimmel überwiegen. Mit einer Größe von 160 bis 175 cm gehören sie mitunter zu den großen Pferden.

Percheron

Schleswiger

Der Schlesiwger, eine norddeutsche Kaltblutpferderasse, ist zwar wenig vertreten, ja sogar eine bedrohte Rasse, doch dafür nicht weniger eindrucksvoll. Seine Farbgebung erinnert an den Schwarzwälder Fuchs, doch sein Äußeres wirkt wesentlich kräftiger und stämmiger. Damit ist er insbesondere als Zug- und Arbeitspferd gefragt; sein oft freundlicher, gutmütiger Charakter machen es jedoch auch möglich den Schleswiger als Freizeitpferd einzusetzen. Mit einer Größe von um die 155 cm ist er ein eher gedrungen wirkender Kaltblüter.

Schleswiger

Der Freiberger

Aus der Schweiz stammend ist diese Pferderasse äußerst trittsicher, freundlich, robust und hat korrekte Gänge. Freiberger finden ihren Einsatz unter anderem in den Schweizer Alpen, als Freizeitpferd, vor der Kutsche und als Familienpferd. Ihre Menschen-Bezogenheit wissen viele Kaltblutfans zu schätzen. Freiberger sind um die 150 - 160 cm groß, eher leichtgewichtig und somit wendig genug, um kniffelige Arbeiten im Wald oder am Hang zu verrichten, bei denen die Kräftigeren unter den Kaltblütern Schwierigkeiten bekommen.

Freiberger

Süddeutschs Kaltblut

Das Süddeutsche Kaltblut kann auf eine Geschichte in der Land- und Forstwirtschaft zurückblicken. Schon in früherer Zeit hat sich sein umgängliches Wesen sowie sein Arbeitswille und seine Ausdauer bewährt. Diese Kaltblutpferderasse ist eng verwandt mit dem Noriker und weißt ähnliche Merkmale auf. Mit einem Stockmaß um die 160 cm ist es ein mittelgroßes Kaltblutpferd.

Süddeutsches Kaltblut
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